
Wie das Wort schon sagt sind Sehenswürdigkeiten etwas, was es würdig ist zu sehen. Offensichtlich gibt es eine Art globale Übereinstimmung, was in diese Kategorie fällt. Üblicherweise sind das architektonisch oder religiös bedeutsame Gebäude, historische Stätten, Naturschönheiten, Stadtteile oder ganze Orte.
Viele Tourpläne ranken sich um den Besuch von Sehenswürdigkeiten – so auch unsere. Indien und unsere anderen Destinationen haben wirklich viele davon zu bieten. Ganz oben an steht der Klassiker: das Taj Mahal! Trotz bereits unzähliger gesehener Fotos und evtl. Filme/Dokumentationen ist ein reales Dasein ein überraschend anderes Erlebnis. Man meint, man kennt es ja schon und überwiegend doch überwältigt von der Wirkung, die von diesem einzigartigen harmonischen Gebäudekomplex ausgeht.
Sehenswert sind in Indien definitiv die religiös bedeutsamen Orte wie Varanasi, Rishikesh und Haridwar. Unzählige Gläubige in den Tempeln und an den Ghats kreieren eine ganz besondere Atmosphäre. Man kann sich einfach hinsetzen und dem Treiben zuschauen – oder gemeinsam mit dem Strom fließen. Ein ganz anderer sehenswerter Ort ist Jaisalmer in der Thar Wüste in Rajasthan. Mittelalterliches Flair umgibt die goldene Stadt aus Sandstein, die sich in der Wüste erhebt. Vergangenen Zeiten lassen sich in den verlassenen Städten Vijaynagar (Hampi) in Karnathaka, Dholavira und Lothal (Gujarat) oder Fatehpur Sikri in der Nähe von Agra.
Auch in Kirgistan gibt es eine verlassene Stadt und zwar Engilchek, zu sowjetischen Zeiten eine Minen-Hochburg. Diese wurden nach dem Zerfall geschlossen und die Angestellten zogen um.
In Nepal ließen sich die beiden Ex-Königsstädte Patan und Bhaktapur sowie die Hauptstadt von Mustang, Lo Mantang, nennen.

Die Naturschönheiten in unseren Reisedestinationen aufzuzählen ist müßig – es sind zu viele! Manche sind als Nationalparks deklariert worden, manche sogar als UNESCO-Weltnaturerbe wie z.B. der Great Himalayan National Park in Himachal Pradesh, der Kaziranga Park in Assam, der Keoladeo Vogelpark in Rajasthan , die Backwaters in Kerala oder auch die einzigartigen Sundarbans. Das westliche Tian Shan Gebirge und der Skazka Canyon in Kirgistan, Sagarmatha– und Chitwan Nationalpark in Nepal. Vielfach gehen Natursehenswürdigkeiten auch mit beeindruckender Tierwelt einher. Worüber möchten Sie staunen? Wir zeigen Ihnen die schönste Natur!

Religiöse Stätten – ob im Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus, Islam oder Christentum – sind definitiv immer eine Besichtigung wert. Nicht nur sind die Gebäude oftmals prachtvoll und schön gelegen, der größere Teil wird aktiv genutzt und man erlebt einen Teil, der den Lebensalltag der Leute ausmacht. Manches sind wichtige Pilgerorte (dazu gehören z.B. viele wichtige Tempel in Uttarakhand, Buddhas Erleuchtungsstätte Bodhgaya oder der Goldene Tempel in Amritsar), andere beherbergen Klostergemeinschaften (z.B. die buddhistischen Klöster in Ladakh und Sikkim), in manchen finden Rituale statt oder auch regelmäßige Messen und Gemeinschaftsgebete. Speziell sind die buddhistischen Maskentänze in den Klöstern Ladakhs, die Gemeinschaftsküchen in den Gurudwaras der Sikhs, die Moscheen in Kashmir oder auch die alten großen Kirchen in Old Goa.

Die britische Kolonisation hat in Indien viele interessante Gebäude hinterlassen – besonders viele auch recht gut gepflegte gibt es in Kolkata und in den Hillstations wie Shimla oder Darjeeling. Ganz anders ist die Planstadt Chandigarh von Le Corbusier gestaltet oder auch der Lotus Tempel in Delhi, der an die Oper in Sydney erinnert. Spannend sind die alten Stufenbrunnen insbesondere in Rajasthan und Gujarat. Die alten prachtvollen Maharajapaläste sind ebenfalls hauptsächlich in Rajasthan zu finden. Kein Palast, aber natürlich ganz oben auf der Liste der architektonischen Sehenswürdigkeiten ist natürlich das Taj Mahal. Ein Kontrast dazu sind die sowjetischen Betonbauten in Kirgistan.

Selbstverständlich sind viele der vorher aufgezählten Sehenswürdigkeiten auch von historischer Bedeutung – es gibt aber auch weitere geschichtsträchtige Orte, z.B. wo einem geschichtlichen Ereignis gedacht wird. In alten Karawansereien in Kirgistan kann man sich mit frühen Handelsrouten beschäftigen – in der Shekhawati Region in Rajasthan geben die prachtvoll bemalten Handelshäuser ebenfalls einen Eindruck. In Sikkim sind der Gründungsort sowie die Ruinen der alten Hauptstadt besuchbar. In Indien (und Nepal) bekommt man an den bedeutsamen Orten von Siddhartha Gautama eine Idee einer Weltreligionsausbreitung. Petroglyphen in Ladakh und Kirgistan bringen einen noch weiter zurück in der Geschichte (bis zu 5.000 Jahren). Es gibt also viele Gelegenheiten, geschichtsträchtige Orte in einen Reiseplan zu integrieren.
