SIKKIM

Sikkim ist unsere dritte Schwerpunktdestination in Indien geworden. Nach 20 Jahren Ladakh im indischen West-Himalaya war es eigentlich mehr als überfällig, sich mit dem östlichen Teil des indischen Himalayas zu beschäftigen. Ein kurzer Besuch in 1995 sowie ein ausgedehnter in Darjeeling und Kalimpong im Jahre 2000 (incl. Singalila-Trekking) waren die ersten Kontakte mit dem jüngsten Bundesstaat Indiens (1975 erfolgte der Beitritt), der einem das Herumreisen nicht so ganz einfach macht. Mit Nepal, China (bzw. Tibet) und Bhutan als direkte Nachbarn liegt es in einer politisch brisanten Ecke, die für uns Reisende nicht gefährlich ist, die aber Regeln und Einschränkungen nach sich zieht. Man braucht für Sikkim ein Inner Line Permit (2 Wochen, unkompliziert um 30 Tage verlängerbar) und für einige Gebiete (Nord-Sikkim, Ost-Sikkim an tibet. Grenznähe) sowie für Trekkingtouren spezielle Permits. Auch darf man z.T. nicht als alleinige westliche Person reisen.

 

Diese Auflagen werden routiniert von der örtlichen Agentur bewältigt. Danach warten herzliche Gastfreundschaft, freundliche, interessante Begegnungen, reiche Kultur und atemberaubende Landschaft auf einen.

 

Sikkim ist eine kleine Region, die sich am besten langsam bereisen läßt. Durch leider schlechte Straßen (Monsun und Winter fordern ihren Tribut) ist man schon zu einem gemächlichen Tempo gezwungen, welches sich am besten fortsetzen läßt, indem man oftmals seine Füße benutzt. Neben den beeindruckenden Trekkingtouren bietet Sikkim eine gute Fülle an Spaziergängen bis Tageswanderungen, bei denen man Zeit für die vielfältige Flora und netten Menschenbegegnungen hat.

 

Unterwegs

Anreise

Für die Anreise nach Sikkim gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zuerst einmal fliegt man nach Delhi oder Kolkata und kann sich überlegen, ob man dort noch etwas Zeit verbringen möchte.

 

Delhi
Von Delhi fliegt man entweder nach Bagodgra oder fährt mit dem Zug in mind. 20 Stunden nach Siliguri/New Jalpaiguri. Die Zugreise läßt sich wunderbar in Varanasi unterbrechen. Für die Strecke nach/ab Varanasi kann man sehr bequem einen Nachtzug wählen.

 

Kolkata
Auch von Kolkata stehen einem der Flug nach Bagdogra oder eine (Nacht)zugfahrt nach Siliguri/New Jalpaiguri zur Verfügung.

 

Bagdogra/Siliguri/New Jalpaiguri
Von hier werden Sie mit dem Auto abgeholt und können dann wählen, ob Sie direkt zum ersten Zielort fahren möchten oder die Gelegenheit zu einer Fahrt mit der Toytrain nutzen wollen. Die Toytrain fährt sehr langsam und bummelig nach Darjeeling. Man kann an verschiedenen Stationen zusteigen - oder auch später eine Fahrt direkt von Darjeeling aus machen. Lohnenswert ist eine Strecke mit diesem Klassiker der Bahnfahrt auf jeden Fall!

 

Rumreisen

Neben der Toytrain steht einem in der gesamten Gegend für die motorisierte Fortbewegung nur das Auto zur Verfügung. Die Strecken sind in dem kleinen Bundesstaat oftmals kurz, aber man braucht lange, da der Straßenzustand sehr zu wünschen übrig läßt. Der Monsun ist und bleibt eine große Herausforderung an die Straßenbauarbeiter - nicht nur für den Belag selber, sondern auch durch die drohenden Erdrutsche.

 

In Sikkim ist man also zur Langsamkeit gezwungen. Hier kann man den Spieß auch Umdrehen und sich für die Langsamkeit und z.T. auch gegen Motoren entscheiden. Da auf vielen Straßen und insbes. Nebenstraßen wenig Verkehr herrscht, bringt das Mountainbiken besonders Spaß. Auch laden viele Wege ein zum Wandern - es muss kein Trekking sein. Strecken ab einer Stunde bis zu einem Tag sind über die ganze Region verteilt.

 

Man kann sich auch Sikkim aus der Höhe anschauen, d.h. es werden Helicopter-Flüge für bis zu 5 Personen angeboten. Allerdings ist es durch die heikle Grenze zu Tibet/China nicht gestattet, sich dem Kanchendzunga wirklich zu nähern.

 

Wen das Motorradabenteuer reizt: wir bieten Touren jeglicher Länge von einem Tag bis zu ca. 10 Tagen an. Es können die Klassiker Bullet Enfields ausgeliehen werden.

 

Die Einheimischen fahren, wenn sie kein eigenes Auto haben, meistens mit einem Shared Taxi. Da sitzen vorne neben dem Fahrer 2, auf der Mittelbank 4 und hinten auch 4 Personen - es ist also ziemlich gedrängelt. Manchmal werden die Plätze vorgebucht, manchmal spontan losgefahren. Unterwegs werden weitere Leute aufgelesen und eingeladen und Plätze teilweise mehrfach besetzt. Das ist manchmal unbequem, aber auch interessant. Wer das für eine Strecke gerne ausprobieren möchte, kann das selbstverständlich tun!


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Schlafen unterwegs

 

Sikkim hat flächendeckend Unterkünfte anzubieten, z.T. auch für verschiedene Geschmäcker und Geldbeutel. In vielen Häusern wird Wert gelegt auf sikkimesisches Design.

 

Heritage Hotels, wie man sie in Rajasthan kennt, sind leider nicht so viele vorhanden, aber immerhin einige. Entweder von der alten Königsfamilie eingerichtet oder von den Briten erbaut, bergen diese Häuser interessante Schätze aus der Vergangenheit plus eine behagliche Einrichtung.

 

Von den vielen Hotels und Gästehäusern in den größeren (touristischen) Orten, die bis zu 5-Sternen gehen (bzw. es gibt davon nur je eines in Gangtok und in Darjeeling) können sich sehr viele mit dem Kanchendzonga-Blick schmücken, den man aus diversen Zimmern oder sogar direkt vom Bett aus hat.

 

Wer gerne naturnah und doch schön wohnt, findet einen Platz in einem der Resorts oder einem Farmhouse. Morgens zwitschern Vögel, der Blick schweift ins Grüne und man kann viel an Flora und Fauna direkt von der Unterkunft erblicken.

 

Auch in Sikkim hat sich inzwischen ein Homestaykonzept durchgesetzt. In diversen Dörfern haben Familien ihre traditionellen Häuser für Gäste umgebaut und bieten einem authentisches Dorf- und Familienleben. Manche von denen sind recht edel und fein eingerichtet, manche einfacher. Allen gemeinsam ist eine wunderbare Gastfreundschaft, viel Enthusiasmus (die meisten existieren noch nicht so lange) und eine leckere lokale Küche.

 

Bitte sagen Sie uns, worauf Sie bei den Unterkünften Wert legen und wir schlagen Ihnen dann passende vor!

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Aktivitäten

Steiles Terrain

 

In Sikkim ist man durch die bergige Landschaft schon automatisch zu körperlicher Aktivität gezwungen. Es gibt zwar auch rolligerechte Unterkünfte, man kann sich zu einigen Orten direkt vor die Haustür fahren lassen, aber im Grunde ist man in Sikkim besser dran, wenn einem körperliche Aktivität gefällt. Mit Höhen zwischen 400 und über 8.000 m auf kleinem Raum ist Sikkim überwiegend steil. Flüsse graben sich tief zwischen die Bergfalten. Zum Fahrradfahren braucht es definitiv trainierte Muskeln, viele Gänge und eine gute Bremse. Zu Fuß läßt sich die vielfältige Flora Sikkims sehr gut entdecken. Allerdings sind die Trekking- und Gipfelbesteigungen etwas eingeschränkt, da das kleine Bundesland Grenzregion zu Tibet/China ist. Die SikkimesInnen sind sehr gut zu Fuß. Ein spät errichtetes und unvollkommenes Straßennetz, welches im Monsun auch noch manchmal zusammenbricht, zwingt die Leute oftmals, weite Strecken zu Fuß zu gehen. Auch kleben diverse Gehöfte hoch am Berghang und können nicht motorisiert erreicht werden.

 

Die Sikkimesen sind im Gegensatz zu den Indern nicht so Cricket-Fans, sondern schwärmen für Fußball. Obwohl kaum Platz für ein ebenes großes Fußballfeld ist, sieht man öfters Jungen und Männer kicken - sie freuen sich bestimmt über MitspielerInnen!


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1 Tag? Viele Tage?

 

Sikkim ist ein Trekkingparadies. Die Landschaft ist durch die Höhe Sikkims zwischen 300 und 8.586 m extrem vielfältig und die Strecken sind nicht überlaufen - vielfach ist man sogar einzige Partie bei der Übernachtung.

 

Einer der Gründe für das geringe Trekkingaufkommen sind evtl. die behördlichen Auflagen: ein Trek muss von einer Agentur organisiert sein, man muss mind. 2 Trekkingpersonen sein und es muss ein Permit beantragt werden. Für die meisten Treks ist das unkompliziert, für wenige andere kann man mit bis zu einem halben Jahr Vorlauf rechnen. Dieses sind aber keine wirklichen Hürden, da die Permits von uns automatisch mitorganisiert werden.

 

In Sikkim sind Treks in verschiedener Länge in diversen Gegenden möglich. Man kann hoch hinaus oder auch auch weiter unten bleiben. Es gibt Strecken in bewohnten Gegenden und dort, wo man kaum noch jemanden trifft. Auch innerhalb der Treks gibt es Varianten von der Streckenführung. Bei allen (außer Singalila-Trekking in der Darjeeling-Gegend), nimmt man Zelte mit. Das Gepäck wird von Pferden, Dzos (Mischung aus Yak und Kuh) und Trägern transportiert.

 

Wir haben eine Extra-Datei über das Trekking in Sikkim zusammengestellt, hier ist zum zum Herunterladen und Ausdrucken eine PDF

 

Es gibt in Sikkim auch zahlreiche Möglichkeiten für Touren von 1 Stunde bis zu 1 Tag. Man muss nicht gleich auf eine mehrtägige Trekkingtour gehen, um schöne Gegenden auf zwei Beinen zu erleben. Aber selbst wenn - es bietet sich in vielen Gebieten an, etwas zu wandern, um einerseits Flora und Fauna besser zu genießen, aber auch Menschenbegegnungen fallen einem zu Fuß leichter als vom Auto aus. Und manche tollen Sehenswürdigkeiten sind auch nur auf Schusters Rappen erreichbar wie das Dubdi-Kloster, welches 1,2 km von der Straße entfernt bei Yuksom liegt.

 

Sagen Sie uns, wie gerne Sie Ihre Beine bewegen - wir bauen Ihnen schöne Touren in das Programm ein!


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In die Pedale treten

 

Eine tolle Möglichkeit, Sikkim aktiv ohne Auto zu erkunden, ist das Fahrrad. Vor Ort gibt es 27-Gang-Mountainbikes, mit denen man nur kurze Touren einbauen kann (z.B. vom Kloster Rumtek aus führt eine abwechslungsreiche Strecke in das Tal 8 km bergab - hinauf nach Gangtok bringt einen das Auto) oder auch eine mehrtägige Biking-Tour von z.B. Gangtok nach Pemayangtse über Ravangla, Tashiding und Yuksom. Die Straßen sind üblicherweise nicht so oft befahren (außer der Highway zwischen Hangtok und Rangpo), für Autos im schlechten Zustand, für Fahrräder aber ordentlich zu befahren.

 

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Nasses Vergnügen

 

Auch die Flüsse in Sikkim stehen einem für Aktivitäten zur Verfügung. Rafting ist hier die angesagte Fortbewegung. Auf dem Rangit und Teesta-River kann man im Oktober/November (leider nicht im Frühjahr) Fahrten mit Schwierigkeitsgrad IV über ein bis mehrere Stunden genießen. Eine nette Abwechslung!

 

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Fliegen und Klettern

 

Neben Land und Wasser kann man sich auch in der Luft fortbewegen. Von Gangtok, genauer dem Tashi View Point, läßt es sich gut Paragliden. Bei entsprechender Wetterlagen organisieren wir Ihnen gerne einen Flug, damit Sie sich Sikkim von oben anschauen können.

 

Wem die Fußwege zu eben sind, der/die kann auch gerne senkrechtere Bergwände hinaufklettern. Es gibt einige Gelegenheiten zum Felsklettern, z.B. in Samdong, dem ersten Freikletterzentrum in Sikkim, eine Fahrtstunde entfernt von Gangtok.

 

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Kulturelles

Mischkultur

 

Kulturell gesehen ist Sikkim ein überaus spannendes Bundesland, da hier ein buntes Völkergemisch herrscht und es "den/die SikkimesIn" nicht gibt. Es heißt, dass wahrscheinlich zuerst die Lepchas angesiedelt haben, die aus südöstlichen Gebieten gekommen sind. Sie gelten als Ureinwohner Sikkims. Kurz danach kamen auch schon die Buthia, die ihren Ursprung in Tibet haben. Ende des 19. Jhdt. wurden aktiv Nepalesen animiert, sich in Sikkim anzusiedeln. So stieg die EinwohnerInzahl von 30.000 in 1891 auf 600.000 in 2011. Dabei machen die Lepchas und Buthias nur noch zusammen ca. 20% aus und die Nepalesen stellen die größte Bevölkerungsgruppe.

 

Sikkim war ab 1641 Königreich, wobei es einige historische Turbulenzen gab, in welchen das Nachbarland Indien oftmals eine Rolle spielte. 1975 trat Sikkim als 22. Bundesstaat Indien bei und der König wurde abgesetzt.

 

Wie Sikkim mit dieser Situation umgeht, ist spannend zu sehen - welche Traditionen gewahrt werden, wie die Kulturen miteinander leben, wie sie zur Regierung stehen usw.

 

Es gibt Gebiete, wo sich die Kulturen stark vermischen und welche, wo überwiegend bestimmte Bevöllkerungsgruppen leben. Um das Leben der Lepchas kennenzulernen, lohnt sich ein Aufenthalt in Dzongu, einem weitläufigem Gebiet nördlich von Gangtok. Hier gibt es Homestays zum übernachten und lokale Führer, die einem viel erzählen können.

Insgesamt läßt sich die Kultur im Alltagsleben am einfachsten erleben, wozu ein Aufenthalt in einem der zahlreichen Dörfer angesagt ist. Sie erleben, wie die Menschen wohnen, wer sich mit was beschäftigt und können in Gesprächen herausfinden, was in der jeweiligen Kultur wichtig ist, welche Traditionen lebendig bleiben und zu welchen Veränderungen die modernen Zeiten geführt haben.

 

In einigen Orten zu einigen Zeiten werden Festivitäten veranstaltet. Auch wenn z.B. das Tourismusfestival in Aritar nach einer "nur-touristischen Veranstaltung" klingt - in 2013 war ich dort einzige Westlerin. Während dieser Festivitäten feiern die Einheimischen ihre kulturelle Vielfalt und freuen sich auch sehr über Besuch. Fragen Sie nach - wir schauen, ob Festivals in Ihre Reisezeit fallen!


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Leben in kleinen Gemeinschaften

 

Sikkim hat 8 Städte und 440 Dörfer. Was liegt da näher, als die Atmosphäre in einem oder mehreren dieser Dörfer zu genießen? Dort erfährt man sehr viel von Sikkim und seiner Bevölkerung.

 

Sikkim fördert sehr den Dorftourismus und wir folgen dem gerne. Seit einigen Jahren gibt es in ausgewählten Dörfern Homestays, Guides und Angebote wie Dorfspaziergänge, Naturwanderungen, Tierbeobachtungen, Schulbesuch, Kulturprogramme (Tanz und Gesang), Spiele, Geschichtenerzählerei, Teilnahme an landwirtschaftlicher Tätigkeit und selbstverständlich Genuss der lokalen Küche.

 

Es gibt Homestays in folgenden nach Distrikten aufgeteilten Dörfern:
Ostsikkim: Pastanga, Zaluk, Tumin, Central Pendam
Südsikkim: Lingee Payong, Maniram, Kewzing, Rong, Jawbari
Westsikkim: Hee-Bermiok, Darap, Yuksom, Uttarey
Nordsikkim: Dzongu, Tingchim, Kabi, Lachen

 

Im Kontakt mit den GastgeberInnen und Guide hat man die Chance, viele Gespräche zu führen, sich Zusammenhänge und Lebensgeschichten erklären zu lassen, Geschichten auszutauschen und gemeinsam etwas zu erleben. Das sind keine "großen Dinge", sondern Begegnungen und Erlebnisse, die sicherlich zu viel Verständnis beitragen und zu angenehmen Erinnerungen werden.

 

Wie das Leben in so einem Völkergemisch funktioniert, wie alte Traditionen mit modernem Leben vermischt werden, welche Änderungen sich in einer Dorfgemeinschaft ergeben haben, wie Entscheidungen getroffen werden, wie sich unkomplizierte Gastfreundschaft anfühlt, das alles können Sie hier erleben.

 

Und Sie können einen Gang herunterfahren und einfach die Seele baumeln lassen. Sich vom ruhigen Tempo der DörflerInnen anstecken lassen und schauen, was auf Sie zukommt, welche Gedanken durch den Kopf strömen, nachspüren, wie sich das Leben für diesen Teil der Welt anfühlt.

Hinduismus, Buddhismus, Bön ...

 

Die meisten SikkimesInnen sind Hindus. Begibt man sich durch das Land, bekommt man allerdings einen anderen Eindruck, da buddhistische Gebetsfahnen überall wehen. Auch sind sehr viel mehr buddhistische Klöster zu besichtigen als hinduistische Tempel.

 

Hinduismus wird mehr im privaten praktiziert. Jedes Haus hat seinen Altar, wo den Gottheiten gehuldigt und zu ihnen gebetet wird. An öffentlichen Tempeln sind folgende zu nennen: Chardam Sai Mandir in Namchi, Sai Mandir in Legship sowie diverse kleine in Gangtok und weiteren Orten.

 

Was dagegen sehr schön und öffentlich abläuft sind Festivitäten - die ganz großen wie Dussehra und Diwali bekommt man überall zu Gesicht, zu Holi hat man in der M.G. Marg in Gangtok viel Spaß und bei kleineren Begebenheiten wie Hanumans Geburtstag ist es eher Glück, eine Prozession vorbeifeiern zu sehen.

 

Dem Buddhismus hängen ca. 35% der Sikkimesen an, hauptsächlich die Lepcha, die Bhutia und die ExiltibeterInnen. Es gibt zahlreiche Klöster über das Land verteilt, die zu einer Besichtigung einladen. Interessanterweise sind sie fast alles Männerklöster, eine Nonne bekommt man sehr selten zu Gesicht. Auch gibt es in Sikkim eine weitere Eigenheit der Mönche: viele führen ein "normales" Leben in einem Haus mit Familie und Arbeit für den Lebensunterhalt - aber wenn Zeremonien angesagt sind, steigen sie in ihre Mönchsrobe und führen diese aus. So scheint es einem manchmal gerade in Dorfklöstern als seien diese unbelebt, aber es gibt immer jemanden, der sich um sie kümmert und Mönche, die über die Lehre Bescheid wissen, die Zeremonien und Rituale ausführen (können).

 

Ein einzigartiges Kloster ist das Bönkloster bei Kewzing.

 

Neben den Klöstern gibt es inzwischen auch riesige Draußenstatuen zu bewundern, eine von Padmasambhava in Samdruptse bei Namchi und eine von Shakyamuni in Ravangla.

 

Auch die BuddhistInnen haben größere Festivitäten wie die Klosterfestivals (Enchey und Ravangla Anfang Dezember, Phodong, Rumtek und Pemayangtse im Februar), Bhumchu-Ritual (Tashiding im Januar), Phang Lhabsol (Gangtok Ende August/Anfang September), Drukpa Teshi (Gangtok und Muguthang Juli o. August) und Buddha Purnima oder auch Saga Dawa genannt (Geburt, Erleuchtung und Tod des Buddha) sowie das tibetische Neujahrsfest Losar. Außerdem gibt es Zeremonien zu Voll- und Neumond in diversen buddhistischen Stätten.

 

Möchten Sie eine oder mehrere dieser Festivitäten in Ihren Reiseplan einbauen? Wir geben Ihnen auf Anfrage gerne das genaue Datum und stellen Ihnen die Reise drumherum zusammen!

 

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch ChristInnen, Sikhs und Moslems anzutreffen sind. Insbesondere in Kalimpong herrscht ein größeres Religionsgemisch und ein Stadtbummel mit all den jeweiligen religiösen Stätten ist eine interessante Sache.

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Leckere Köstlichkeiten

 

Ein Weg sich anderen Kulturen anzunähern führt über den Magen. Einheimische freuen sich, wenn man ihre lokale Küche probiert und Sie selber erweitern Ihre Geschmackserlebnisse. Bei Homestays, in Restaurants - es gibt viele Möglichkeiten, Momos, Thukpa, Khauri, Churpi Ningro Curry, Sissnu-Suppe, Tama Curry und vieles mehr zu probieren.Es gibt auch eine Anzahl verschwiegener Lokale, wo hauptsächlich Einheimische essen - wir nehmen Sie dahin gerne mit! Aber auch die lokalen Getränke wie zumeist selbst gebrautes hirsebasiertes Tongba oder gerstebasiertes Chang sollten probiert werden.

 

Wem so manches gut schmeckt und wer gerne selber den Kochlöffel schwingt, dem arrangieren wir eine Kochlernstunde.

Mit Händen machen

 

In Sikkim wird sehr schönes Kunsthandwerk nach alten Methoden hergestellt. Die Regierung fördert die Bewahrung des Wissens, läßt den KünstlerInnen natürlich aber auch Freiheit in der Weiterentwicklung von Mustern und Produkten. In Dzongu gibt es ein kleines Ausbildungszentrum und in Gangtok ein größeres Handicraft-Centre, wo man bei der Herstellung zuschauen kann. In Gangtok runden ein Museum und ein Shop das Angebot von Teppichknüpferei, Weberei, Holzarbeit, Thangka-Malerei, Stofftier- und Papierherstellung ab.

 

Sie möchten selber gerne eines dieser Handwerke lernen? Mit Experten fachsimpeln? Kontaktieren Sie uns und wir schauen, was wir arrangieren können.

Teatime

 

In Sikkim gibt es nur eine Teeplantage (Timi Tea Garden), aber in der Darjeeling-Gegend sehr viele, die den viel gerühmten Darjeeling-Tee produzieren. Bei einer Teeprobe kann man nicht nur die Unterschiede zwischen Schwarz-, Grün- und Weißtee probieren, sondern insbesondere die verschiedenen Sorten. Es gibt in Darjeeling Teestuben, die Proben anbieten, aber auch auf den Plantagen direkt gibt es diese Möglichkeit. Da fällt einem der Tee-Einkauf leichter (oder man hat eine größere Qual der Wahl...)

 

In einem der alteingesessenen historischen Hotels wie dem Windamere wird ein traditioneller "Afternoon-Tea" mit Sandwiches und Biskuits serviert.

 

Besonders hervorzuheben ist die Makaibari-Teeplantage, eine anthroprosophisch geführte Plantage, die Demeter den Tee liefert. Man kann nicht nur die verschiedenen Sorten probieren, sondern auch die Plantagen besichtigen und bei der Teeherstellung zuschauen. 2015 wurde hier der "Tee des Jahres" produziert, ein wirklich besonders feiner Tee. In Makaibari gibt es Homestays, so dass man einen intensiven Einblick in den gesamten "Organismus" einer historischen Teefirma gewinnen kann.


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ABC und 1+1

 

Und wie wäre es mit einem Schulbesuch? Jeden Morgen sieht man Horden von Kindern in adretten Schuluniformen zu ihren Schulen eilen. Der regierenden Partei ist die Bildung sehr wichtig und sie sorgt dafür, dass auch in staatlichen Schulen in entlegeneren Gegenden die Lehrerschaft anwesend ist (in Indien keine Selbstverständlichkeit) und Qualität durch Weiterbildung aufrecht erhält. In Lepcha-Gegenden ist Lepcha-Unterricht für die Kinder integriert. Es wird eine Mischung aus traditionellem Wissen und modernen Erkenntnissen angestrebt. Alle Schulen sind English Medium Schools, d.h. es wird auf englisch unterrichtet. Auch das Schulmaterial ist auf englisch und von Sikkimesen erstellt worden. Neben sehr vielen staatlichen Schulen gibt es auch einige Privatschulen.

 

In Yuksom gibt es eine Klosterschule, wo wir das Kamerakidz-Projekt durchgeführt haben. Die kleinen Mönche freuen sich besonders über interessierten Besuch. (siehe auch www.kamerakidz.com/sikkimkidz)


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Pulsdiagnose und Kräuterkugeln

 

Bei körperlichen Leiden ist ein Besuch bei einem/r Ärzt/in der tibetischen Medizin hilfreich. Mit Hilfe der Pulsdiagnose wird nach Ungleichgewichten und Störungen im Körper geforscht, die dann mit pflanzlicher Medizin behandelt wird. Die Heilungschancen sind recht hoch mit dieser Methode. Und sie hat einen weiteren Vorteil: entweder die Behandlung schlägt an oder es tut sich nichts, aber nie sind Nebenwirkungen oder Verschlecherungen zu beobachten. Wer kein akutes Leiden hat, kann auch einfach mal nach einem Check-up fragen. Interessant ist ein Besuch und die Erfahrung eines anderen Umgangs mit körperlichen Störungen allemal.

 

Außerdem bieten wir auch einen Kräutersammelspaziergang an. Nahe Gangtok, in Goli Thar, wachsen besonders viele Kräuter, die zur Herstellung von Medizin verwendet werden. Gehen Sie auf Entdeckungstour mit einem Spezialisten!

 

 

Specials

Pflanzen und Tiere

 

Eine ganz besondere Freude haben FreundInnen von Flora und Fauna in Sikkim. Es gilt als einer von 26 Hotspots der Welt, was die biologische Vielfalt angeht. Geschützt werden viele Spezies in Nationalparks und Schutzgebieten.

Das Staatstier von Sikkim ist der Rote Panda, den man aber kaum zu Gesicht bekommt. Er steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten und schläft meistens tagsüber in Astgabeln. Auch Schneeleoparden und Bären kreuzen kaum einmal den Pfad. Wer diese unbedingt sehen möchte, gehe entweder in den Zoo von Darjeeling oder auf eine spezielle Exkursion.

 

Yaks sind in hohen Lagen dagegen eher anzutreffen und auch mit den Blauschafen kann man Glück haben.

Ein besonderes Paradies ist Sikkim für Vogelbeobachtungen. 552 registrierte Arten gibt es, darunter auch viele seltene. Gerne arrangieren wir Ihnen eine Tag mit einem speziellen Vogelkundler oder auch gleich eine ganze Reise mit einem Experten. (Tipp: hier wäre eine Kombi von Rajasthan und Sikkim durchaus sehr interessant!)

 

Bei der Flora ist an erster Stelle die Orchidee zu erwähnen, mit über 600 Arten - der Stolz von Sikkim. Viele wachsen wild, aber man kann sie auch konzentriert in der Flower Show in Gangtok anschauen. Ebenfalls interessant sind die 36 Rhododendrenarten, die im April/Mai ihre Blütezeit haben. Abgesehen davon wartet Sikkim in den unterschiedlichen Höhenlagen mit vielfältigsten Pflanzen und Bäumen auf. Durch die Höhen von 300 - 8.586 m ist der Artenreichtum schier unendlich.

 

Neben Wanderungen mit speziellen Pflanzenkennern bieten wir auch Touren an für Interessierte an medizinischen Heilpflanzen.

 

Zusammengefasst sind unsere Angebote:
- Vogelbeobachtungen ein- bis mehrtägig
- Pflanzenexkursion
- Heilpflanzentour
- Naturwanderungen


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Regenzeit

 

Der Monsun mit der Hochzeit im Juli/August fällt in Sikkim recht heftig aus, d.h. es regnet viel. In den letzten Jahrzehnten lag der Rekord bei 11 Tagen ununterbrochenem Regen. Da zieht es natürlich niemanden nach Sikkim. Außer vielleicht denen, die ein Sikkim ohne Tourismus kennenlernen möchten. Man hat es sozusagen für sich und lernt die harte Seite des Lebens mit Erdrutschen, Blutegeln im Dschungel usw. kennen. Aber der viele Regen nützt auch der Vegetation, die prachtvoll wuchert. Und natürlich ist es nicht nur nass, es gibt auch Regenpausen. Trotzdem: Gummistiefel und Regenschirm nicht vergessen!


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Sikkim mit den Minis

 

Es gibt viele Aspekte Sikkims, die Kinder lieben werden: die Integration vieler Tiere in den Alltag, Klöster mit spannenden Geschichten und Raum für eigene Entdeckungen, vielfältige Natur, andere Kinder, kinderfreundliche Einheimische, vielen kindgerechten Attraktionen und das Leben im Freien. Sikkim ist eine recht saubere Region mit unaufdringlichen Menschen, die Kindern den Aufenthalt recht unkompliziert machen.

Nur: sie müssen ganz gerne Steigungen gehen. Davon gibt es reichlich...

 

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie überlegen, mit Kind/ern nach Sikkim zu reisen! Wir können Bedenken besprechen und evtl. zerstreuen, Lösungen aufzeigen, Ideen entwickeln - je nachdem, wie Ihr/e Kind/er sind.


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Nicht so einfach - aber machbar

 

Im Prinzip muss man in Sikkim recht gut bei Fuß sein. Und sollte beim Autofahren "holpertolerant" sein. Sikkim ist nicht die einfachste Reisegegend, wenn man bereits körperliche Einschränkungen hat. Nicht alles ist behindertengerecht, aber es finden sich Möglichkeiten, damit zurechtzukommen. Es wird alles versucht, damit man es bequem hat. Manche Zimmer sind ebenerdig, die Betten bequem, die Zimmer per A/C und evtl. Feuerstellen gut temperierbar und die Köche erfahren in Hinblick aus spezielle Ernährungsvorschriften. Die medizinische Versorgung ist auch recht gut. Abgesehen davon wird in Sikkim das Alter verehrt - eine angenehme Erfahrung, die sich nicht überall in unseren Gefilden machen läßt.

 

Selbstverständlich sind Einschränkungen extrem unterschiedlich - sprechen Sie mit uns, auf was wir bei Ihrer Reise Rücksicht nehmen müssen. Meistens läßt sich eine Lösung finden und festsellen, dass die Welt größer und zugänglicher ist, als sie manchmal scheint.


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Drumherum

Kombis mit Sikkim

 

Sikkim alleine bietet zwar Reiseerlebnisse für eine längere Reisedauer, aber man kann selbstverständlich seinen Aufenthalt mit Orten in der Umgebung kombinieren. Zwischen dem Flughafen Bagdogra sowie der Bahnstation New Jalpaiguri/Siliguri und Sikkim liegen die westbengalischen Orte Darjeeling, Kalimpong und Kurseong, die mit vielen Attraktionen aufwarten.

 

Und wer sich für eine An- oder Abreise über Kolkata entscheidet, sollte unbedingt etwas Zeit für diese ausgesprochen nette Stadt einplanen.

 

Bei vielen Reiseveranstaltern wird Sikkim in einer Kombination mit Bhutan angeboten. Wir finden zwar jedes Land eine eigene Reise wert, aber arrangieren Ihnen auf jeden Fall auch eine Kombi-Tour!

 

Selbstverständlich kombinieren wir Ihre Sikkimreise auch mit anderen hier nicht-aufgeführten Gegenden/Ortschaften! Sprechen Sie mit uns über Ihre weiteren Interessen - wir unterbreiten Ihnen gerne Reisevorschläge!


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Teeheimat

 

Darjeeling liegt auf 2.180 m und ist allen als ein Hauptanbaugebiet für Tee bekannt. Auch war es eine beliebte Hill Station der Briten, deren alte Architektur das Stadtbild weiterhin prägt. Früher gehörte es zu Sikkim. Im Laufe der recht turbulenten Geschichte u.a. als Karawanenhandelspunkt siedelte sich hier ein buntes Völkergemisch an, welches auch heute noch anzutreffen ist. Die Sehenswürdigkeiten reichen von buddhistischen Klöstern über tibetische Handwerkskooperativen, dem Himalayan Mountaineering Institut mit interessantem Museum, einem Zoo bis zum legendären Sonnenaufgangspunkt am Tiger Hill. Auch ist Darjeeling Endstation der Toytrain, ein spannendes Stück Bahngeschichte.

 

In Darjeeling regnet es ziemlich viel - manchmal auch während der Nicht-Monsun-Zeit. Da gilt es, die eigene wolkenverhangene Schönheit zu entdecken.


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Zwischen Bergen und Ebene

 

Kurseong ist eine kleine nette Ortschaft auf 1.470 m Höhe, von der man Blicke gleichermaßen in die Ebene und zu den weißen Schneebergen hat. Sie liegt auf halber Strecke der Toytrain. Neben vielen Wandermöglichkeiten in der Gegend empfehlen wir insbesondere einen Aufenthalt in einem Homestay der Makaibari-Teeplantage. Makaibari ist nach anthroprosophischen Grundsätzen geführt und Lieferant für Demeter. Durch einen Familienaufenthalt erfährt man viel über die Verknüpfung der ArbeiterInnen mit der Plantage - und bekommt nebenbei zahllose Tassen besten Tee serviert.


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Geschichtsträchtiger Ort

 

Kalimpong, auf 1.250 m in den Siwaliks gelegen, hat eine ähnliche Geschichte wie Darjeeling. Die größere Nähe zu Tibet jedoch hatte auch einen größeren Flüchtlingsstrom und dadurch folgende Ansiedelungen zur Folge. Heute leben hier ca. 50.000 Menschen und man findet ein großes Religionsgemisch (die Besichtigungstour mit Hindutempel, Kirche, Moschee, buddh. Kloster lohnt sich!) in dem netten Ort. Hier wohnt auch eine große Lepcha-Gemeinschaft, die ein eigenes Lepcha-Museum gebaut haben. Außerdem sind hier ein Wochenmarkt, viele Blumenzüchtereien, eine Seidenraupenzucht und schöne Aussichtspunkte. Sehr speziell ist die Gandhi-Ashram-School, wo die Kinder der Ärmsten u.a. Geigenunterricht erhalten. Teeplantagen gibt es hier nicht so viele und die Vegetation auf den Hängen vielfältiger.

 

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Oder auch Kalkutta

 

Mit 4,5 Mio. EinwohnerInnen ist Kolkata eine indische Großstadt am Hoogli-Fluss und die Hauptstadt von West-Bengalen. In der Innenstadt ist es überraschend grün, viele alte Gebäude sind gut restauriert und es gibt viele interessante Sachen zu besichtigen: Blumenmarkt, Mutter-Theresa-Museum, Marble-House, Jain-Tempel, viele Kirchen (die St. John's Church hat einen ausgezeichneten Organisten) und diverse Museen. Es gibt eine Straßenbahn, von Menschen gezogene Rikshas, eine kurze Metrostrecke und gelbe Ambassador-Taxen. Kolkata ist Indiens Kulturhauptstadt und bietet auf diesem Gebiet mehr als die anderen Städte.

 

Im Oktober findet die große Durga Puja statt, ein Fest, wo ganz Kolkata auf den Beinen ist.

 

Begeben Sie sich mit einem/r unserer FührerInnen auf einen individuellen Entdeckungszug durch die Stadt - Sie werden staunen!


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