RAJASTHAN – BIKANER + KAMELTOUR

November 2016

Auszug aus der Mail nach der Reise:

 

Ramramsa und Namaste!

wir sind nun schon über 2 Wochen zurück und immer noch stark beeindruckt von unserer Indienreise.

 

Die Ankunft in Delhi war schon ein Highlight, sind wir doch mit einem Bus durch das nächtliche Delhi gefahren und haben zum ersten Mal den Smog und diesen Wahnsinnsverkehr erlebt.

 

Etwas schwer getan haben wir uns am Anfang mit dem Müllverhalten und den vielen Kühen auf den Straßen, aber nach ein paar Tagen gewöhnt man sich dran und sieht das alles nicht mehr ganz so dramatisch. Es wird Normalität. Auch die mangelnde Hygiene an den Essenständen hat uns nach einiger zeit nichts mehr ausgemacht und wir haben einiges ausprobiert.

 

Die Hochzeitsfeierlichkeiten hatten mit einer Kennenlern-Poolparty in unserem Hotel begonnen, das Essen war herrlich, die Menschen freundlich und offen und es waren Tänzerinnen aus Rajastan zur Unterhaltung da. Die Hochzeit selbst war etwas langatmig, wie Sie das ja auch kennen, aber für uns natürlich sehr interessant. Unsere „Trachtler“ haben dann mit dem Bräutigam in seinem „Hochzeitskostüm“ einen Schuhplattler getanzt was sehr zur Unterhaltung der indischen Familie beigetragen hat. Ganz erstaunt haben Sie uns auch beim „Paartanz“ beobachtet. Ich nehme an, das ist in Indien nicht üblich, dass Männer und Frauen Arm in Arm tanzen.

 

(…)

 

Unsere Wüstentour hat mit dem Kennenlernen von Bhawani begonnen und er war uns von Anfang an sympathisch wenn er auch auf uns anfangs etwas sehr zurückhaltend gewirkt hat, was sich aber dann im Laufe der Zeit geändert hat. Naja er wusste ja auch nicht was da auf ihn zukommt. 🙂

 

Er hat uns zu einem Bürgermeister gebracht der ein Bishnoi ist und wir darüber hier in Deutschland schon vorher gehört hatten und ihn fragten, ob diese hier auch leben würden. Diese Glaubensgruppe beschützt Tiere und verteidigt deren Rechte.
Bei Bhawani in Siana war es sehr sehr nett und die Männer die für ihn arbeiten haben uns höflich und zuvorkommend behandelt, was für uns am Anfang sehr befremdlich war, da wir es nicht gewohnt sind so bedient zu werden.

 

Bei der Wüstentour hat alles geklappt und wir waren überwältigt von der Schönheit der Natur und den Wüstenbewohnern. Ich (Karin) habe dann sogar mal geheult, weil es so schön war und ich ja wusste, dass wir das vermutlich nur einmal in unserem Leben erleben und sehen dürfen. Vor allem das Zusammentreffen mit den Kindern in der Wüste hat mich sehr berührt.

 

Wir haben auf dem Camelcar unter freiem Himmel geschlafen und hatten in der ersten Nacht tierischen Besuch: 2 Bullen brüllten und kämpften neben unserem Schlafplatz und in der Nacht ist etwas Katzenähnliches neben mich gehüpft und dann aber gleich erschrocken wieder verschwunden.

 

Das Essen in der Wüste war etwas einseitig (Es gab immer Reis mit abwechselndem Gemüse und Dhal), aber es ist uns eh so gut gegangen und wir waren rundum zufrieden. Das beste waren dann immer die frischen Früchte und wir haben die Tage wirklich genossen.

 

Ich (karin) bin zwei Tage auf dem Kamel Mumal gesessen und dann am dritten Tag auf dem Kamel-Car mitgefahren, weil ich nicht mehr sitzen konnte. Die Kamel-Männer haben uns dann versucht Hindi beizubringen und sich mit uns zu unterhalten, was dann für uns lustig und interessant war. Franz hat die ganze Tour durchgehalten und das Kamelreiten auf Suwa genossen.

 

Die Abwertung des Geldes (500-Scheine und 1000-Scheine) war natürlich sehr überraschend für alle gekommen und wir wurden die Scheine auch nicht mehr los, Geldautomaten funktionieren nicht mehr, auch mit Kreditkarte war nichts zu machen. Euros wurden in Geschäften auch nicht mehr akzeptiert. Aber Bhawani hat uns ausgeholfen und wir haben es dann noch geschafft, die Zeit bis zum Abflug durchzukommen. Aber ohne Bhawanis Hilfe hätten wir massive Probleme ohne Geld gehabt. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass am Flughafen Geld umgetauscht worden wäre, was wir aber vor Ort nicht mitbekommen haben und dies auch direkt am Flughafen nicht kommuniziert wurde bei den Wechselstellen.

 

Es war eine tolle Reise, die wir nicht vergessen werden. Wir haben auch u. Suman und Mitu, Frau und Tochter von Bhawani, kennengelernt und haben uns sehr gut verstanden. Suman hat sich sehr um uns gekümmert und uns dann in der Nacht noch mit einem Tuktuk zum Hotel begleitet, da unser Taxi nicht mehr gekommen ist.
Vielen Dank für dieses Indien-Erlebnis, wir werden immer wieder gerne an die Menschen denken, die uns so nett und herzlich aufgenommen haben.

 

Viele liebe Grüße
Von Karin Deinbeck und Franz Galler!!!

 

Für nähere Fragen und Erfahrungsaustausch gerne auch persönlich im Naturkost Cafe: www.zallis.de

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