LADAKH

August 2016

 

Text und Fotos von Susanne Brunner – Gruppenreise: Frauentrekking in Ladakh, Lamayuru – Chilling

 

Lamayuru ist der Ausgangspunkt

Chilling das Ziel

dazwischen liegen fünf Tage

speziell und einmalig in ihrer Art

vom Hotel starten wir zu Fuss

sehen noch das Kloster

steigen ab ins Dorf

und weiter bis zum Fluss

wir kommen trockenen Fusses

auf die andere Seite

so wird es überall sein

wenig Schnee heisst hier

zu wenig Wasser

und das wird nun zum Problem

nun wandern wir ins Tal hinein

es ist wunderschön

bald schon steigt der Weg

der Prinkiti La 3750 m ist erreicht

Mittagsrast und einfach nur

– geniessen –

der Abstieg ist lang und zieht sich hin

erst durch wunderschöne Canyons wandernd

dann ist dies Tal zu Ende

wir treffen auf ein nächstes breites

und gehen Richtung Dorf

nach einer Weile sehen wir die Zelte

hier sind wir heut zuhaus

Wanla heisst der Ort

wir lernen kennen die Menschen

und die Tiere

die uns begleiten werden

die Gruppe ist nun kleiner

Dolma Birgit und ich

 

Ein Tee Kaffee oder eine Schokolade

serviert ans Zelt

so beginnen unsere Tage

ist das nicht wunderbar

der Tag wird lang

erst 7 km auf einer Strasse

anstrengend zu gehn

dann ins Tal hinein und hinauf

auch nicht wirklich schön

die Mannschaft überholt uns irgendwann

wir essen unseren Lunch

jeden Tag ist unsere Box gefüllt

das Wasser füllen wir vom Bach

dazu dann die Chemie ui ui

das Dorf Hinju ist da

und bei mir die Meinung

die Zelte grad um die Ecke zu sehn

oh nein fast zwei Stunden

sind noch zu gehen

doch jetzt werden wir begrüsst

mit einer Tasse Tee

mit einem feinen Dinner

wir essen wunderbar

beschliessen dann den Tag

 

Heute kommt der hohe Pass

wie ist es wohl zu wandern

in so grosser Höh

ganz gemächlich gehen wir es an

erst geht es gemütlich fast eben an

schön ist das Tal

vieles lässt sich kaum beschreiben

fühlen passt hier ganz genau

ein letzter Halt zum Ruhen

die Frauen der Horseman und die Tiere

sind auch schon da

nun steigt der Weg

es geht ganz gut

und Pausen müssen ja sowieso sein

höher und höher führt der Weg

eindrücklich was passiert

es geht und geht

und plötzlich sind wir oben

stolz schauen wir umher

geschafft den Konzke La 4920 m hoch

Dolma hat Fahnen mitgebracht

die hängen wir nun auf

und singen den Ruf

kiki soso lha gyalo

dreimal muss er jetzt ertönen

ein Gipfelbild

die Berge auf jeder Seite

die Pässe sind ja Landschaftsscheiden

so verändert sich das Bild

nun folgt die Stärkung

lange bleiben wir nicht

es weht ein zügiger Wind

von hier geht’s nur bergab

mit Stöcken kein Problem

am Fluss steht unser Lager

noch etwas entfernt vom Dorf

im Fluss auf Steinen unser Örtchen

eine Plane haben sie mitgebracht

wir geniessen unser Essen

sitzen für eine Weile am Feuer

es brennt mit Pferdedung

dann hopp in den Schlafsack

stolze und zufriedene Gedanken

begleiten uns in den Schlaf

 

Am Morgen geht es weiter

meist etwa so um acht

wir packen unsere Tasche

den Rest dürfen wir lassen

die guten Geister machen es für uns

das Gehen wird Gewohnheit

es läuft fast wie von selbst

im kleinen Dorf Sumda Chenmo die Pause

ein Austausch mit zwei Frauen

kurze Zeit später dürfen wir

eine Kostbarkeit sehn

uralte Holzbuddhas aus Wacholderholz

man weiss nicht woher sie kommen

uns wird ganz ehrfürchtig ums Herz

Bilder gibt es keine

macht nichts sie bleiben auch so

nun wandern wir das Tal hinab

die Berge wunderschön

das öffnet sich der Geist

die Seele wird weit

wir müssen ganz hinunter

der Fluss wird überquert

die Stärkung folgt

denn jetzt geht es aufwärts

so zum Schluss der Zeit

doch auch diesen Pass den schaffen wir

Larnak La 4130 m hoch

Gipfelpause mit wunderschönem Blick

Berge sanft oder zackig

braun bis ocker violette Farben

satt sehen geht nicht

bald sind wir beim Camp

es liegt auf 4200 m

ganz viele wie wir sind auch hier

wir sehen schon den Weg für morgen

vorerst aber ruhn

Tee trinken und geniessen

es gibt ein Zelt fürs Dinner

dort schlafen die Frauen in der Nacht

der Horseman ist draussen

die Pferde oft hoch oben am Berg

er holt sie dann runter

wenn sie wieder tragen die Last

sie haben kleine Glöcklein

so werden sie gehört

der letzte Abend ist da

wir sitzen am Tisch mit Kerzen

Mütze und Jacken gehören dazu

wir werden verwöhnt

haben nie zweimal dasselbe gegessen

sind dankbar den Menschen

die für uns sorgen

zufrieden kriechen wir ein letztes Mal

in unser gelbes Haus

das Schlafen ist nicht immer optimal

die Kälte dringt schon ein

doch sie gehört dazu

hier in den Bergen

 

Abschied nehmen heisst es heut

von unseren lieben Menschen

ein bisschen können wir noch geben

so passt es nun für alle

Freude und Erinnerungen bleiben

alles ist gepackt

ein letzter Blick zum Camp

nun geht es hoch

gleich zu Beginn

in zwei Stunden haben wir den Pass geschafft

4610 m ist er hoch

der Dundunchen La

herrlich ist die Sicht

Fahnen wehen zu Ehren des Berges

wir bleiben eine Weile noch

hier ist es weniger kalt

– dann –

von nun an geht’s bergab

eine gefühlte Ewigkeit

erst ist es ein schöner Höhenweg

mit anspruchsvollen Stellen

dann wandern wir entlang dem Fluss

queren hin und her

auf steinigen Wegen

wie Flussbette eben so sind

irgendwann mit weichen Knie

erreichen wir das Ziel

Chilling 3155 m tief gelegen

hier werden wir erwartet

dann geht es dem Zanskar entlang

zurück nach Leh

Das Erlebte klingt noch immer nach

im Herzen wohl geborgen

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