LADAKH KLOSTERFESTIVALS & HOMESTAY

März 2012

Mittwoch: 29.2.12
Im Flugzeug nach Leh, welches um 7.00 Uhr pünktlich von Delhi startete, war ich gefühlter, einziger Europäer. Erneut atemberaubend, wie sich der Airbus 320 in das enge Indus Tal eindrehte, um in Leh zu landen.

 

Problemloser Transfer in das Hotel Omasila, eines der wenigen, die im Winter in Leh geöffnet hatten. Bekam ein Zimmer in Souterrain, nur mit einem kleinen Gasstandofen beheizt. Schlafentzug, Zeitverschiebung, die Höhe und die Kälte stimmten mich missgelaunt, versuchte zu lesen, schlief immer wieder ein. Der leckere Lunch wurde im ungeheizten Speisesaal eingenommen, das Essen war sofort eiskalt. Nach dem Essen habe ich mich zum Aufwärmen in die pralle Sonne gesetzt, sofort eingenickt und mit einem leichten Sonnenbrand aufgewacht, nobody is perfect, wusste eigentlich, dass ich erst ins Zimmer gehen sollte, um mich einzucremen. Gegen 16.00 Uhr kam Dorjey, mein Guide, ein kleiner, sehr netter und redegewandter Ladakhi im Alter von 25 Jahren, er hatte schon mit 16 Jahren seine ersten Trekkingtouren geleitet.

 

Der Speisesaal zum Abendessen wurde dann mit einem Kanonenofen mittels Holz und Kerosin etwas gewärmt, zumindestens konnte ich beim Essen meine Trekkingjacke ausziehen. Gegen 20.30 Uhr wurde der Gasofen aus dem Zimmer gezogen, Erstickungsgefahr!… und mir eine Wärmflasche in die Hand gedrückt. Fröstelnd verkrümelte ich mich in meinem Schlafsack und habe wieder erwartend bestens geschlafen.

 

Donnerstag 01.03.12
Pünktlich kam Dorjey mit Fahrer um 9.00 Uhr – es stand eine Wanderung von einem, in Fragmenten erhaltenen, uralten Kloster aus dem Jahre 800 zum Kloster Thikse und weiter zum Palast Shey durch das Industal an. Dies kannte ich schon vom Sommer, aber ohne die vielen Touristen im Sommer wirkten das Kloster und der Palast viel authentischer, zumal viele buddhistische Pilger um das Kloster liefen. Sehenswert zwei Badminton spielende Mönche im Klosterhof, leider haben sie sofort aufgehört zu spielen, als sie uns sahen.

 

Zurück im Hotel zog ich nachmittags dann in ein zentral geheiztes Zimmer um.

 

Freitag 2.3.12
Klosterfest in Stok: Zunächst wurde ich von der 21. Wiedergeburt vom Bakula Rinpoche gesegnet, ein kleiner ca. 5 jähriger Junge, nachdem ich einen weißen Seidenschaal als Spende übergeben hatte. Anschließend gab ich ihm eine Tüte Gummibärchen und ich durfte ihn sogar fotografieren, was ich im Sommer nicht durfte.

 

Die Maskentänze waren wesentlich attraktiver, als auf einem Klosterfest im Sommer, da viel kürzer und schwungvoller, Dorjey erklärte mir sehr viel, es wurde auch Schabernack getrieben. Dann kamen 2 Orakel, die ich nicht fotografieren durfte, sie liefen in Trance übers Klosterdach und -mauern, schnitten sich mit Säbeln in die Zunge, es blutete aber kaum. Es war nicht langweilig.

 

H. Rasche

 

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