Homestay-Trekking in Ladakh

August 2018

 

Hallo Nana,
 

bin wieder zurück in Deutschland, zumindest körperlich. Habe jede Menge Erfahrungen gemacht und Momente erlebt, die in Erinnerung bleiben werden. Vorweg es hat alles bestens geklappt und alle haben sich ganz lieb um mich gekümmert.
Wir sind bei beiden Treks von der vorgeschlagenen Route abgekommen, was völlig in Ordnung war. Geplant war ja als erster Trek Rizong-Hemis Schukpachen-Drakmar-Tarutse-Saspotse-Ulley-Ang. Wir gingen Likir-Saspotse-Yangthang-Rizong-Hemis Schukpachen-Drakmar-Tingmosgang-Skyindiang.
Der 2. Trek wäre Lamayuru-Wanla-Hinju-Sumda Chenmo-Chilling gewesen. Wir haben die 5 Tage genutzt um von Lamayuru aus die Strecke zu gehen und durch das Zusammenfassen von Tagen noch weiter nach Skiu und über den Ganda-la nach Zinchen zu trekken.
Auf dem ersten Trek war Tsetang mein Guide. Wir haben uns wahnsinnig gut verstanden, er macht seinen Job wirklich 1a.  Menschen wie er sollte es öfters auf der Welt geben. Wir haben viel zusammen gelacht und auch ab und an die Tränen geteilt. Auf jeden Fall haben wir jeden Tag was besonderes erlebt. Z. B. Drakmar war für ihn auch das erste Mal und er war völlig begeistert, Auf dem Weg nach Timisgang von dem offiziellen Weg abgewichen und auf der blue sheep route gewandert (das  war recht spannend, weil es keinen richtigen Weg gab), in Skindiang zusammen Chang getrunken; in Lamaruya bei einer 4stündingen Puja dabei gewesen: am nächsten Tag hat uns ein Mönch auf der Wanderung begleitet, dort Im Kloster Attitse Tee und Lunch im Schlafzimmmer der Mönche gehabt….
Die Homestays waren alle auf ihre eigene Art und Weise toll und voller Wärme und Leben. Einfach zum Wohlfühlen.
 
Schade war es, dass ich für den zweiten Trek einen anderen Guide bekommen habe. Gerne hätten wir auch den zweiten Trek zusammen gemacht bzw. ich hätte es Tsetang gerne ermöglicht diese zweite Route kennenzulernen. Aber das Office war dagegen, kann ich auch verstehen, dass sie kein Risiko eingehen möchten. Somit hatte es der neue Guide (Sonam) nicht ganz leicht. Es hat aber auch funktioniert. Er hat mich immer gut von A nach B gebracht, was nicht selbstverständlich ist, da wir x-Mal Flüsse gequert haben und die Abzweigungen manchmal etwas schwer zu erkennen waren. Er hat mir auch so einiges an sachlichen Informationen über Land und Leute erzählt. Seine Routenänderung war im Nachhinein eine kleine sportliche Herausforderung für mich, hat jedoch fast immer großen Spaß gemacht. Für ihn war es auch Premiere diese Route so in  5 Tagen zu managen. Die Landschaft mit den Aussichten von den Pässen war sensationell – jeder Tag aufs Neue. Es hat sich jeder Höhenmeter gelohnt, den wir zusammen gemacht haben. Mein Favorit ist der Dundunchen La, gefolgt vom Ganda La (hier konnte ich auf dem Gipfel auch die 5000 knacken).

Die Homestays waren im Vergleich zum ersten Trek nicht so toll. Was aber nicht am niedrigeren Standard lag, sondern eher daran dass darin kaum Leben war. Die Besitzer waren reservierter und es hat einfach das Leben und Lachen im Haus gefehlt. Denke, diese Dörfer sind so ein bisschen vom Aussterben bedroht. Außerdem war die Ernte im vollen Gange, und somit die Zeit etwas knapp. Auf jeden Fall war ich am Ende des Treks noch nicht bereit mit dem Wandern aufzuhören. Aber alles hat nun mal ein Ende.
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Die Besichtigungen der Klöster war sehr interessant für mich. Dazu gehörte auch, einfach mal eine Weile dazusitzen und einfach nix denken und machen. In Leh war ich mal so zum „Spaß“ bei der Amchi, 2x Yoga mitgemacht, ein bisserl eingekauft und nach dem Trekking die German Bakery/Rendevouz Cafe leergefuttert.
Ob ich die Fahrt zum Taj Mahal nochmal so machen würde weiss ich nicht. Es war schon sehr beeindruckend und faszinierend das zu sehen, aber der Aufwand dafür war auch sehr hoch. Für Agra Fort und Sikri war nicht allzuviel Zeit.
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Grüßen soll ich dich von der Guesthouse Besitzerin In Phiyang. Wir haben uns sehr lange unterhalten. Und auch bei den meisten anderen Homestay war dein Name bekannt.
Zum Abschluß ein dickes Danke für diesen tollen Urlaub und das ich das alles so erleben konnte.
Viele Grüße, Corinna

 

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